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Die Vereinsgeschichte!

Die Idee
Auf dem Wintervergnügen der Freiwilligen Feuerwehr im Januar 1969 führen einige junge Feuerwehrkameraden einen Sketch auf. Inspiriert durch den Erfolg der Aufführung und der guten Kameradschaft, meine man, aus dieser Gruppe mehr leisten zu können. Johann Postels hatte dann die Idee, einen Spielmannszug zu gründen, der ja auch der Feuerwehr einen Nutzen bringen könnte. Wie es bei solchen Sachen immer ist, war die Anzahl der Skeptiker sehr groß. Man war jedoch voller Energie und Tatendrang. So war es dann soweit, dass man am 1.4.1969 zu einer Versammlung rief, um die Gründung eines Spielmannszuges zu besprechen. Und tatsächlich fanden sich 26 Kameraden bereit, als aktive Mitglieder den Zug aufzubauen. Sie waren es auch, die einen zinislosen Kredit zum Aufbau zur Verfügung stellten. Die Leitung übernahmen Johann Postels und Johann Gehlken, Schriftführer wurde Manfred Tibke.

Die Mitbegründer:
Manfred Tibke, Johann Schulz, Johann Holsten, Johann Grotheer, Fritz Siegmann, Friedhelm Blanken,
Johann Meyer, Johann Otten, Kurt Gehlken, Günther Vorbeck, Karl-Heinz Mehrtens,Helmut Gehlken,
Werner Hoops, Hinrich Eckhoff, Johann Gehlken, Johann Postels, Helmut Mangels, Heinz Kötting,
Hilmar Raguse
verstorben:
Herbert Avenmarg, Johann Ringen, Hans-Georg Murken, Hermann Bahrenburg, Kurt Meyer, Fritz Stabel,
Helmut Rohdenburg

Der Aufbau
Neben der finanziellen Ausstattung war nun auch eine fachliche Ausbildung nötig. Als Ausbilder für die Trommler konnten Heinrich Tibke, Weertzen, und Wilhelm Brinkmann, Zeven, gewonnen werden. Für die Querflöte war es Johann Postels, der sich sozusagen selbst die Flötentöne beibrachte. Er führte übrigens ein eigenes Ausbildungssystem ein, wie es bei anderen Zügen bis zu diesem Zeitpunkt nicht üblich war, mit dem sich aber gleich ein entsprechender Erfolg einstellte. Geübt wurde in der alten Schule. Als Instrumente standen Flöte, Trommel, Pauke (Gr. Trommel) und Becken zur Verfügung. Aber auch der gesellige Teil sollte nicht zu kurz kommen. Man freierte gleich in den ersten Monaten nach der Gründung, indem man einen Kameradschaftsabend in einem Weideschuppen vor dem Schierk durchführte. Der erste öffentliche Auftritt fand beim Feuerwehrball im Januar 1970 statt. Gespielt wurde "Deutsch ist die Saar" und "Preußens Gloria". Ganz so schlecht konnte die Qualität der Darbietung nicht gewesen sein, verzeichnete man doch gleich Spenden in Höhe von über DM 500,00. Dann kam das erste Kreistreffen, an dem man teilnahm. Es fand 1970 in Augustendorf statt, und es war das erste Mal, dass sich der Kirchtimker Spielmannszug außerhalb der Ortsgrenze zeigte. Die Spielleute waren sehr aufgeregt und es war nicht einfach, nur mit drei bis vier Musikstücken, die man konnte, über die Runden zu kommen. So kam es dann dauch, dass man "Deutsch ist die Saar"g leich mehrfach spielen musste. Auf die Frage eines Außenstehenden, der dies bemängelte, antwortete Hilmar Raguse seinerzeit, dass das doch wohl nicht so schlimm wäre, wenn man das Lied fünfmal spiele, schließlich hätte es doch 24 Strophen. 1970 waren insgesamt schon zehn Auftritte zu verzeichnen.

Die bewegten Jahre
Von Anfang an hatte der Spielmannszug eine positive Entwicklung vorzuweisen, die vor allem durch das große Engagement des ersten Vorsitzenden Johann Postels und des Vorstandes, der seit 1970 neben ihm aus Manfred Tibke (Schriftwart) und Friedhelm Blanken (Kassenwart) bestand, ermöglicht wurde. So wurden 1970 bereits die ersten Mädchen aufgenommen. In dem Weideschuppen von Jahnn Brüns feierte man das erste Buschfest (damals nur für Mitglieder). Seit 1971 brachte der Spielmannszug jedem Geburtstagskind ab 80 Jahren ein Ständchen. Heute spielt man übrigens nur noch auf besonderen Wunsch. Bestand die Uniform bis zum Jahr 1972 nur aus Feuerwehrhemd und Schiffchen, wurden dann rote Uniformen angeschafft (Für Kinder zunächst rote Windjacken), die man bis 1993 trug. Das Instrumentarium wurde im selben Jahr um zwei Lyren erweitert. Erstmals trat man beim Rhadereistedter Schützenfest auf. 1973 kann als Jahr der ersten großen Auftritte und Erfolge verzeichnet werden. Die Mitgliederzahl stieg rasant auf 66 Aktive und 14 Passive an. Man konnte erstmalig von einer eigenen Jugendabteilung sprechen, die 1976 auch alleine als Jugendspielmannszug auftrat. Der erste wirklich große Auftritt fand beim Abschiedsspiel von Willi Schulz (Hamburger Sportverein) im Volksparkstadion statt. Vor mehreren tausend Zuschauern spielte man auch beim Sandbahnrennen in Scheeßel auf. Inzwischen nahm der Spielmannszug auch eine große Rollte bei kulturellen Veranstaltunge ein. Das buschfest öffnete sich der Allgemeinheit. 1974 besuchte man eine Theatervorstellung beim Hamburger St.-Pauli-Theater. Zukünftig sollten solche Veranstaltungen wie z. B. mehrere Ausflüge zum Fischmarkt und Brauereibesichtigungen zum festen Bestandteil des Vereinslebens werden. Im Jahr 1975 gab es dann den ersten Auftritt im Bremer Weserstadion anlässlich eines Bundesligaspiels von Werden Bremen, dem bis heute weitere folgten (neben Punktspielen auch das Abschiedsspiel von H.D. Höttges). 1976 verband man einen Auftritt beim Schützenfest Lautenthal / Harz mit einem Ausflug, an dem insgesamt 128 Personen teilnahmen. In dieses Jahr fällt auch die Ausrichtung des Kreisspielmannszugtreffens, dass mit weit über 1.000 Zuschauern ein großer Erfolg wurde. Im selben Jahr gründete man den erweiterten Vorstand. Die aktiven Spielleute, die passiven Mitglieder und die Jugendabteilung wählten seitdem je zwei Vertrauensleute, die dem Gremium angehören.
In dieser Zeit wurden neben den regelmäßigen Veranstaltungen noch folgende Unternehmungen gemacht: 1975  Ausflug Museumsdorf Cloppenburg, 1976  Ausflug Lautenthal/Harz, 1977 und 1978  Brauereibesuche, 1979  Ausflug Bad Segeberg / Ostseeküste, 1980  Kohltour nach Ostereistedt, Besuch des Bierbrunnenfestes in Lübbecke. Neben den schon dargestellten Auftritten im Weserstadion spielte man auch im Scheeßeler Eichenring bei mehreren Sandbahnrennen, so 1978 sogar zum Weltmeisterschaftsfinale. Das 10jährige Bestehen wurde 1979 begangen. Konnte man doch mit einem gewissen Stolz auf die Bilanz der ersten zehn Jahre blicken, sollte dieser Anlass natürlich gebührend gefeiert werden. Nach der Samstagabendveranstaltung in Willenbrocks Gasthaus traten am Sonntag morgen die Arster Blasmusikanten, die später beim Buschfest noch eine wichtige Rollte spielen sollten. Im Schnitt der Jahre nahm von ca. 30 bis 40 Auftritte war. Die Zahl der aktiven Spielleute sieg über 80. 1981 wirkte der Spielmannszug erstmalig am Bremer Freimarktsumzug mit. Dieser Auftritt, der immer wieder große Freude macht, ist bis heute fester Bestandteil des Terminkalenders. 1981 spielte man auch dem Schützenfest in Altenau/Harz. Der Standort des Buschfestes wechselte auf seinen heutigen Platz.

Die Zeit des Wandels  Der Aufbau der Blechblasmusik
In der Mitte der siebziger Jahre wollte man den musikalischen Standard erhöhen. Es wurde diskutiert, welchen Weg man beschreiten könne. Schnell war man sich einig, dass man versuchen sollte, Blechblasinstrumente mit einzubauen. Lange Debatten entstanden darüber, welche Instrumente man anschaffen solle, ob Fanfaren oder Ventilinstrumente. 1975 wurden dann die ersten Ventiltrompeten gekauft. Willi Fromm aus Badenstedt übernahm die Ausbildung. Es zeigte sich, dass das Spielen dieser Instrumente wesentlich schwerer war als angenommen. Viele versuchten sich and er Blasmusik. Viel mehr Übung als bisher war nötig, um entsprechend voran zu kommen. Es wurde debattiert, weil der Erfolg sich nicht so schnell einstellte. Wie sollte weiter vorgegangen werden? In dieser Zeit musste man viele Rückschläge hinnehmen, wenn gesetzte Ziele nicht erreicht wurden. Eins stand und steht jedoch bis heute für alle Spielleute und den Vorstand fest: die Blasmusik darf keinen Keil in den Verein schieben. Die Entwicklung der Bläsergruppe musste immer konform mit der traditionellen Spielmannszugmusik sein. Deshalb wurden lange nur die herkömmlichen Stücke einstimmig begleitet.

Die Umstrukturierung der Ausbildung der Musik
Anfang der achtziger Jahre wurden neben den Trompeten andere Instrumente wie Tenorhorn, Tuba, Flügelhorn, Klarinette und Saxophon eingesetzt. Es wurden mehrstimmige Stücke eingeübt. Mit dieser Entwicklung musste auch die Ausbildung spezifischer werden. Hatte man anfangs am Montag mit der Blechbläsergruppe und donnerstags mit dem Gesamtzug geübt, wird heute nur noch am Donnerstag geprobt. Eine Registerprobe findet von 19.15 bis 20.00 Uhr und das Gesamtüben ab 20ß.00 Uhr statt. Heute sind Trommel und Flöten genauso Register wie alle anderen Instrumentengrippen, da dass die Bezeichnung Spielmannszug im Grunde nicht mehr richtig ist. Die Leitung der Gesamtausbildung lag ab 1969 bei Johann Postels, ab 1975 mit Willi Fromm zusammen. Seit Ende 1993 hat Frank Tibke die musikalische Leitung übernommen. Daneben sind viele weitere Ausbilder nötig.

Organisatorische Maßnahmen seit 1980
1982
öffnet man sich auch für die Einwohner Ostertimkes (bis dahin konnten nur Kirchtimker Einwohner Mitglieder werden)
1982
Anschaffung von Regenjacken
1985
löst Hans-Werner Gehlken den bisherigen Kassenführer Friedhelm Blanken im Vorstand ab
1987
Anschaffung von Hosen und Röcken
1988
Rücktritt von Heiner Holsten, Wahl von Andreas Klaffke
1989
Anschaffung von Wappen für die Uniformen
1989
Die Vereinsverwaltung wird auf EDV umgestellt
1990
Satzungsänderung: Der Verein ist offen für jedermann, unabhängig vom Wohnort
1991
Anschaffung von Westen
1993
Neue Uniformen

Das Buschfest
Wie bereits erwähnt, hatte das Buschfest einen Ursprung als Vereinsfest in der Feldmark. Es wurde in der Weidescheune von Johann Brüns gefeiert, daher des Name Buschfest. Ursprünglich konnten nur Mitglieder daran teilnehmen. Ab Mitte der 70er Jahre konnte jeder mitmachen. Die Besucherzahlen wurden immer besser, und so musste man für dieser Tanzveranstaltung neben dem Schuppen noch ein Zelt anbauen. Als die Organisation ohne fließendes Wasser und ohne Strom bei weiter steigendem Zulauf nur noch schlecht möglich war, wechselte man 1981 zum jetzigen Standort an der Hepstedter Straße auf die Weide von Johann Grotheer . Seitdem führt man neben dem bisher veranstalteten Tanzabend auch ein Frühschoppenkonzert durch, auf dem seit Anfang an die Arster Blasmusikanten mit großem Erfolg aufspielten. Ein Rahmenprogramm mit Einlagen und Tombola, moderiert von Johann Postels, begleitet die Musik. Viele Entertainer sind bisher aufgetreten, erinnert sei an Fidi Ehlbeck, Toni Ventrulo der Bauchredner, Christa und Baldur aus dem Thüringer Wald, Büttenredner aus Elm und Augustendorf u.v.a.. Der Besuch war bisher immer sehr gut. So musste im Jahr 1993 ein kleines zweites Zelt angebaut werden. Es platzte jedoch schon wieder aus allen Nähten. Dies mag aber auch damit zusammenhängen, dass erstmals ein Blasorchester aus dem Thüringer Wald auftrat. Diese  Vollblutmusiker brachten die Besucher ganz schön in Stimmung. Übrigens hat sich darauf eine sehr freundschaftliche Beziehung entwickelt.